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Tierarzthelferin Ausbildung

Mit einer Berufsausbildung beginnt für alle Schulabgänger der Ernst des Lebens. Ehe man überhaupt seinen ersten Arbeitstag antritt liegt ein langer, teilweise mühevoller Weg der Berufswahl hinter dem Auszubildenden. Viele schnuppern über ein Praktikum in verschiedene Beruf hinein, um ein möglichst authentisches Bild zeichnen zu können.
Bei der Berufswahl sollten unbedingt die eigenen Stärken und Fähigkeiten berücksichtigt werden. Eine ausgiebige Informationsrecherche ist daher für jeden Schulabgänger schon weit vor dem letzten Schultag unerlässlich.
Jeder Beruf hat seine eigenen Anforderungen und jeder Beruf formt auch jeden einzelnen Menschen. Dies gilt natürlich auch für diejenigen, die sich dazu entschließen eine Ausbildung, als tiermedizinischer Assistent/in (Tierarzthelfer/in) zu beginnen.

Tierarzthelferin Ausbildung Hund

Ausbildung Tierarzthelferin und Hund (c) by tpsdave (David Mark) | Lizenzhinweis

Eine unbedingte Voraussetzung ist die Liebe zu Tieren und auch der angstfreie Umgang mit ihnen. Auch sollte der Bewerber ein Interesse an fachmedizinischen Themen mitbringen. Wer sich mit diesen beiden Aspekten identifiziert, hat schon die Basis für eine erfolgreiche Ausbildung und Berufsleben getroffen. Doch Tierliebe und medizinische  Neugier sind noch nicht die einzigen Fähigkeiten, die zur Ausbildung als Tierarzthelfer/in benötigt werden.
Auch ein gewisses kommunikatives Geschick ist unerlässlich. Denn die tiermedizinischen Fachangestellten präsentieren sich meist als erste Anlaufstelle für die Patienten. Sie erfahren die Beschwerden des Tieres als erstes, halten diese fest und liefern mit diesen Informationen die ersten Anhaltspunkte für den Arzt zur weiteren Behandlung.
Die Tierarzthelfer/innen geben mit ihrem Fachwissen vielfach erste Hilfestellungen bei telefonischen Fragen und erkennen evtl. Notfalllagen schon sehr frühzeitig. Sie wissen sehr genau über Krankheiten und ihre Verläufe Bescheid.
Auch Organisationstalent ist als Tierarzthelfer/in mitunter erforderlich. Denn Verwaltungstätigkeiten sind ein weiterer Schwerpunkt im Arbeitsleben. Sie führen die Patientenkarten, verwalten den medizinischen Vorrat, führen Bestellungen aus, erfassen den Liefereingang oder stellen Rechnungen jeglicher Art.
Physische und psychische Belastbarkeit sind in diesem Beruf unabdingbar, denn auch in der Ausbildung müssen Tierarzthelfer/innen den Umgang mit Blut oder anderen Körperausscheidungen genauso ertragen, wie Stresssituationen. Insbesondere bei der Assistenz von Behandlungen oder Operationen, kann es zu kritischen Ereignissen kommen, bei denen das Leben eines Tieres auf dem Spiel steht. Hier müssen dann alle an beteiligte Personen kühlen Kopf bewahren.

Tierarzthelferin Ausbildung Instrumente

Tierarzthelferin in Ausbildung und Instrumente (c) by US Army Africa | Lizenzhinweis

Tierarzthelfer/innen kümmern sich auch um die Nachsorge, also die Pflege des Tieres auf der Station und sind darüber hinaus für den hygienisch und technisch einwandfreien Zustand von Instrumenten und Behandlungsräumen verantwortlich.
Die Ausbildung als Tierarzthelfer/in dauert 3 Jahre und ist dual geregelt. Neben den praktischen Tätigkeiten im Betrieb erfolgt die theoretische Lehre in der Berufsschule. Den Abschluss der Ausbildung zur Tierarzthelfer/in bildet eine praktische sowie eine theoretische Prüfung.
Die Ausbildungsvergütung variiert von Bundesland zu Bundesland. Im ersten Lehrjahr liegt sie bei etwa 500 € Vergütung und steigert sich bis ins 3. Lehrjahr bis knapp über 600 €. Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung beträgt ungefähr 1500 €.
Doch hier muss der Berufsweg noch nicht zu Ende sein. Denn die Ausbildung zum / zur Tierarzthelfer/in kann das ideale Sprungbrett für ein Studium der Veterinärmedizin sein. Wer schon das Abitur abgelegt hat, bewirbt sich über das Portal “HochschulSTART” zum ersten Fachsemester. Wer noch kein Abitur hat, kann über die mehrjährige Berufserfahrung eine fachgebundene Studienberechtigung erhalten oder gar ein Stipendium.
Doch auch Fort- oder Weiterbildungen zum Tierheilpraktiker, zum Tierhömöopathen oder zum Tierphysiotherapeuten sind denkbar.

Tierarzt Stellenangebote

Tierarzt Stellenangebote

Stellenangebote Tierarzt (c) by the italian voice | Lizenzhinweis

Nicht erst am Ende des Studiums sollte sich der angehende Tierarzt, die Frage nach der eigenen beruflichen Zukunft stellen und Stellenangebote sondieren. Schon die Phase der Praktika bietet ihm genügend Anlass Antworten zu finden und aktiv antworten zu suchen. Dann lassen sich ideale Möglichkeiten finden, Kontakte schon im Studium zu knüpfen, auf sich aufmerksam zu machen und spätere potentielle Arbeitgeber von sich zu überzeugen. Aber nicht nur Praktika sind eine gute Gelegenheit den richtigen Einstieg in den Job zu finden. Auch der Zeitraum der Dissertation kann dazu genutzt werden. Wahl des Themas, des Betreuers und des Institutes sind dabei von großer Bedeutung und bieten häufig ein Trittbrett für die ersten Schritte in den Beruf. Dennoch ist gerade bei Dissertationen höchste Vorsicht geboten, da die Arbeit des Doktoranden nur allzu häufig unbezahlt erfolgt. Hier sollte genau abgewogen werden, ob die Lebensumstände dies erlauben.
Die Einsatzpalette des Tierarztes reicht dabei von der Arbeit in der Tierpraxis / Tierklinik, über die Forschung bis hin zu einer Tätigkeit bei öffentlichen Behörden, die eine Zuständigkeit für den Bereich Hygienekontrolle oder Veterinärwesen aufweisen.
Vielfach beginnen Absolventen der Veterinärmedizin ihren ersten Job als Tierarzt in einer Tierarztpraxis als Assistent. Hier werden sie zunächst mit kleineren Aufgaben betraut und erhalten sukzessive immer mehr Verantwortung, bis sie schließlich vollkommen eigenständig arbeiten können. Dennoch gibt es hier eine recht hohe Fluktuation, weil Assistenten nicht längerfristig in einer Praxis angestellt sind. Der häufigste Grund ist dabei die augenscheinlich oft relativ niedrige Entlohnung. Eine Folge des geringen Umsatzes den, lt. Statistischem Bundesamt, Tierarzt-Praxen in Deutschland im Schnitt aufweisen.
Der Tierarzt kann die Stellenangebote auch außer Acht lassen. Lukrativer scheint die Selbständigkeit als niedergelassener Tierarzt zu sein. Dies kann mitunter jedoch sehr kostspielig werden und verlangt eigenes Kapital. Inzwischen führen jedoch nur noch rund eine Drittel der Tierärzte in Deutschland eine eigene Praxis. Der Trend geht dabei immer stärker hin zu Gemeinschaftspraxen, in denen mehrere Tierärzte unter einem Dach zusammengefasst sind und sich jeweils auf ein Spezialgebiet ausrichten. Somit können diese Gemeinschaftspraxen, ein weites Feld an Krankheiten abdecken.
In diesem Zusammenhang lassen sich immer mehr Tierärzte zu Fachärzten weiterbilden, gerade auch um dem Konkurrenzdruck auf dem Markt dieses Berufes zu entgehen. Hier ist eine fachspezifische Ausrichtung, bspw. Augenheilkunde, oder ab auch eine Spezialisierung auf bestimmte Tiergruppen, wie Kleintiere, denkbar.
Auch die Alternativmedizin hält vermehrt Einzug in die Tierarzt-Praxen. Damit ist auch auf diesem Gebiet eine Weiterbildung für Tierärzte möglich.

Stellenbörsen:

http://www.vetcontact.com
http://www.vetion.de
http://www.dvg.net
http://www.kimeta.de
http://vetline.de
http://jobboerse.arbeitsagentur.de
http://www.cesar.de

Praktika:

http://www.backinjob.de
http://www.univillage.de

Tierarzt Praktikum

Wer Tiermedizin studiert, muss schon während des Studiums Praktika absolvieren. Damit wird sichergestellt, dass der Anwärter nicht nur die notwendigen theoretischen Kenntnisse zur Ausübung des Berufs erlangt, sondern auch durch das Tierarzt-Praktikum Einblicke in den Arbeitsalltag erhält und bereits hier schon erste praktische Erfahrungen sammeln kann.
Dabei soll ein möglichst breites Gebiet an Tätigkeitsfeldern abgedeckt werden. Die Tierarzt-Praktika dürfen nicht nur in einer Tierarztpraxis oder Tierklinik absolviert werden. Vielmehr werden dem zukünftigen Tierarztes die Einsatzgebiete in der Praktikumszeit vorgeschrieben und decken beinahe alle potentiellen Arbeitsmöglichkeiten im späteren Beruf ab. Die Palette reicht dabei von der klassischen Tierarztpraxis bis hin zu Behördenarbeit bspw. in Veterinärämtern.

Praktikum Tierarzt Tierklinik

Tierarzt-Praktikum in der Tierklinik (c) by Hans Kadereit | Lizenzhinweis

Diese Art der Ausbildung ermöglichst es dem Studenten die Zusammenhänge im gesamten Veterinärbereich besser zu verstehen und auch praktisch zu erfahren. Das Tierarzt-Praktikum ist somit ein unerlässlicher Ausbildungsabschnitt, um perfekt auf das spätere Berufsleben vorbereitet zu sein.
In der Hauptphase des Studiums, also zwischen dem 5. und 11. Semester sind umfangreiches Pflichtpraktika vorgeschrieben, deren Nachweis zwingende Voraussetzung ist, um später Tierarzt werden zu können.

Dazu zählen:

  • ein vierwöchiges Praktikum in einer kurativen Praxis
  • ein dreiwöchiges Praktikum im Schlachthof
  • eine zweiwöchige Ausbildung im Bereich der Hygienekontrolle und der Lebensmittelüberwachung in einer entsprechenden Behörde
  • ein Praktikum mit der Dauer von zwei Wochen im öffentlichen Veterinärwesen
  • ein Praktikum nach Wahl (16 Wochen).

Diese Praktika sind an den fünf deutschen Hochschulen, an denen der Studiengang Veterinärmedizin angeboten wird, auch in der Anzahl der zu absolvierenden Stunden identisch.

ausstecher-hund

Ausstechform Hund (c) Birkmann / Meincupcake.de | Lizenzhinweis

Von besonderem Interesse ist ein Praktikum selbstverständlich auch für Schulabgänger oder oder für Schüler im letzten Jahr der Sekundarstufe. Denn wenn das Ende der Schulzeit in Sicht ist, stellt sich unmittelbar die Frage der Berufswahl. Viele Schüler und Schülerinnen hegen den Wunsch nach einer Ausbildung zum / zur tiermedizinischen Fachangestellten, im allgemeinen Sprachgebrauch als Tierarzthelfer/in bezeichnet. Deshalb bietet ein Praktikum als Tierarzthelfer/in die ideale Basis, um schon vor der Ausbildung festzustellen, in wie weit man für diesen Beruf geeignet ist. Auf diesem Wege kann der Praktikant dann schon einen Umgang mit hilfsbedürftigen Kleintieren, wie Hunde, Katzen und Co. üben.

Praktikum Tierarzt Katze

Tierarzt-Praktikum mit Katze (c) by Commander, U.S. 7th Fleet | Lizenzhinweis

Natürlich werden Schüler oder Schulabgänger hier nicht mit verantwortlichen Aufgaben betraut. Der Praktikant darf hin und wieder assistieren und hilft bei der Bewältigung immer wiederkehrender Aufgaben. Dazu zählen auch der Empfang von Patienten oder Bürotätigkeiten. Aber der Praktikant bekommt auf dieses Weise ein realistisches Berufsbild vermittelt und erhält einen Einblick in die alltäglichen Abläufe. Ein Tierarzthelfer/in-Praktikum muss dabei nicht zwingend in einer Praxis absolviert werden. Auch in Tierparks oder Tierkliniken kommen Tiermediziner und Tierarzthelferin/innen zum Einsatz. Sollte das Praktikum als Tierarzthelfer/in den Berufswunsch gestärkt haben, steht der dreijährigen Ausbildung schließlich nichts mehr entgegen.

Tiermedizin Studium

Wer Tiermedizin studieren will, sollte sich zunächst mit den Inhalten auseinandersetzen. Grundsätzlich umfasst die Tiermedizin den Themenkomplex Tierschutz, Tierkrankheiten, Forschung und den Bereich Lebensmittel tierischer Herkunft. Der Tierarzt kümmert sich jedoch nicht nur um Haustiere, sondern erfüllt seine Aufgaben auch auf dem Gebiet des Verbraucherschutzes und vor allem in der Landwirtschaft. Denn hier werden Tiere häufig als Nutztiere eingesetzt und gehen als Schlachttier später in die Nahrungskette des Menschen über. Deshalb nimmt die Veterinärmedizin in der Landwirtschaft eine immer bedeutendere Rolle ein. Im Vordergrund steht dabei das Verhindern von Seuchen und Krankheiten wie die Maul- und Klauenseuche, BSE oder Tollwut.

Hörsaal Tiermedizin Studium

Tiermedizin Studium (c) by digital cat | Lizenzhinweis

Während bei den domestizierten Tieren wie Hunden, Katzen oder Pferde die medizinische Versorgung eher der Humanmedizin gleicht, ist diese bei den landwirtschaftlichen Nutztieren eher dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit untergeordnet. In diesem Zusammenhang muss auch die Sicherung der Lebensmittelhygiene erwähnt werden. Über die Kontrolle von Tiertransporten, der Kontrolle der Hygiene von Lebensmittelbetrieben (Schlachthöfe) bis hin zu Schlachttier- und Fleischuntersuchungen, tragen Tierärzte einen erheblichen Teil dazu bei, die Qualität des Fleisches zum Schutz der Verbraucher zu garantieren.
Viele Kinder hegen schon sehr früh den Wunsch Tierarzt zu werden. Wer sich diesen Traum bewahrt, kann in Deutschland diesen Weg über die allgemeine Hochschulreife, über die fachbezogene Hochschulreife oder aber durch eine berufsbedingte Vorbildung, wie einen Meister, oder einem staatlich geprüften Techniker oder Betriebswirt einschlagen. Voraussetzung sind Fremdsprachenkenntnisse in Latein (Kleines Latinum), dass aber an von den Universitäten angebotenen Kursen nachgeholt werden kann. Das Studium zum Tierarzt ist derzeit bundesweit zulassungsbeschränkt und nur zum Wintersemester möglich. Bewerbungen für das erste Fachsemester müssen an HochschulSTART gesendet werden. Wer sich für ein  höheres Fachsemester bewirbt muss seine Bewerbung direkt an die Ziel-Universität richten.
Das Studium zum Tierarzt ist staatlich geregelt und in der Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten festgehalten. Ein Studium der Tiermedizin kann gegenwärtig in Deutschland an fünf Universitäten aufgenommen werden:

Studium Tiermedizin  in Deutschland:

  • Tierärztliche Hochschule Hannover
  • Freie Universität in Berlin
  • Justus-Liebig-Universität in Gießen
  • Universität Leipzig
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München

An den Hochschulen finden sich meist zwei verschiedene Ausbildungsarten wieder. Zum einen die klassische Variante mit dem fachorientierten Lernen (Chirurgie, Innere Medizin etc.) und zum anderen die nordamerikanische Methode. Hier wird zunächst nach Tierarten unterschieden. Erst dann erfolgt innerhalb dieser Gruppe die Lehre nach den medizinischen Fachgebieten.
Das Tierarzt-Studium umfasst eine Regelstudienzeit von 11 Semestern, also 5,5 Jahre. Das Studium ist dabei in mehrere Phasen unterteilt. In den ersten beiden Semestern (Vorphysikum) werden die Studierenden in naturwissenschaftlichen Fächern wie Physik, Chemie, Zoologie und Botanik geprüft. In den Semestern drei und vier steht dann das Physikum auf dem Programm. Die angehenden Tierärzte müssen sich dann im anatomisch-physiologischer Abschnitt in Anatomie, Histologie und Embryologie, Biochemie, Physiologie sowie Tierzucht und Genetik der Vorprüfung unterziehen. Mit dem Abschluss des Physikums avanciert der Studierende dann zu einem Kandidaten der Veterinärmedizin.
Zwischen dem 5.- bis 11. Semester beginnt schließlich die tierärztliche Prüfung, also das Staatsexamen. Dem Studierenden wird intensiv das tiefergehende Wissen für den Beruf des Tierarztes vermittelt. Zwar sind die Ausbildungsinhalte identisch, doch die Organisation und Strukturierung des Studiums unterscheideen sich von Hochschule zu Hochschule. So beinhaltet der Lehrplan für die tieräztlichen Prüfungan der Ludwigs-Maximilians-Universität in München folgende Stufen:

6. Semester: Klinische Propädeutik (TP I)

Nach dem 6. Semester:
Radiologie, Pharmakologie und Toxikologie, Innere Medizin (TP I), Klinische Propädeutik (TP II), Tierhaltung und Tierhygiene, Geflügelkrankheiten (TP I), Fleischhygiene (TP I), Lebensmittelkunde einschließlich Lebensmittelhygiene (TP I)

Nach dem 7. Semester:
Arznei- und Betäubungsmittelrecht (TP I), Bakteriologie und Mykologie, Milchkunde (TP I), Parasitologie, Reproduktionsmedizin (TP I), Innere Medizin (TP II), Tierernährung, Virologie

Im Rahmen der AVO-Veranstaltungen während der Rotation (8./9. Semester):
Arznei und Betäubungsmittelrecht (TP II)

Im 11. Semester:
Allgemeine Pathologie und Spezielle pathologische Anatomie und Histologie, Chirurgie und Anästhesiologie (TP I + II), Fleischhygiene (TP II), Geflügelkrankheiten (TP II), Gerichtliche Veterinärmedizin mit Berufs- und Standesrecht, Innere Medizin (TP III), Lebensmittelkunde einschl. Lebensmittelhygiene (TP II), Milchkunde (TP II), Reproduktionsmedizin (TP II), Tierschutz und Ethologie, Tierseuchenbekämpfung und Infektionsepidemiologie.

Studium Tierarzt Diplom

Tierarzt-Diplom (c) by quinn.anya | Lizenzhinweis

Das Studium der Tiermedizin endet schließlich mit dem sechsten Block des Staatsexamens. Dazu muss der Studierende jedoch noch einige Praktika nachweisen. Hat der Student den dritten Teil des Staatsexamens erfolgreich absolviert, kann er die Approbation beantragen, erhält damit die Erlaubnis den Beruf Tierarzt ausüben zu dürfen und sondiert die Stellenangebote.

Schon in der Endphase des Tiermedizin-Studiums kann eine Dissertation mit dem Erwerb des akademischen Grades Doctor medicinae veterinariae (Dr. med. vet.) erfolgen. Auch ein Kreisexamen oder der Erwerb eines Fachtierarztes, also die Spezialisierung auf ein Tier, ist nach dem Studium zum Tierarzt möglich. Im Rahmen der Angleichung europäischer Studiengänge kann eine standardisierte Weiterbildung zum Diplomate of the European College für viele Fachrichtungen erworben werden (z. B. Diplomate of the European College of Veterinary Surgery, Dipl. ECVS). Diese Lehrgänge werden durch das European Board of Veterinary Specialisation koordiniert.
Auffällig ist,dass sich der Beruf des Tierarztes zu einer Frauendomäne entwickelt hat. Waren 1974 nur 24% der Studieren Frauen, so stieg ihr Anteil bis 2001 auf 87% im bundesdeutschen Durchschnitt.

Beruf Tierarzt

Operation Tier

Beruf Tierarzt Operation (c) by לירן1984 | Lizenzhinweis

Jungs spielen mit Autos und wollen Polizist werden. Mädchen spielen mit Puppen. Dies sind die landläufig bekannten Klischees der klassischen Geschlechterrollen im Kindesalter. Doch bereits in der frühen Jugend kommen Kinder schon mit Tieren in Berührung, sei es mit Haustieren, wie Hund oder Katze, oder sei es, weil sie in ländlichen Gebieten mit landwirtschaftlichen Nutztieren oder inmitten eines Bauernhofs aufwachsen. Was liegt also näher, als schon früh vom Beruf des Tierarztes zu träumen?
Doch bis es weit ist, liegt noch ein langer Weg vor Ihnen. Um Tierarzt zu werden, bedarf es zunächst einer gründlichen schulischen Ausbildung. Diese dauert bekanntermaßen mehrere Jahre. Doch wer sich hartnäckig seinen Traumberuf Tierarzt bewahrt, kann hier schon den Grundstein legen.
Auf diesem Informationsportal erfahren Sie alles rund um das Thema “Tierarzt werden”. Was sind die Startbedingungen? Wie gliedert sich mein Studium? Welche Praktika muss ich absolvieren, um Tierarzt zu werden?
Mit dem Abitur schafft man sich die idealen Voraussetzungen für den Beruf Tierarzt. Denn in den allermeisten Fällen erfolgt die Qualifikation für das Studium mit diesem Abschluss. Doch schon der Einstieg kann zu einer Bewährungsprobe geraten. Der Studiengang Tiermedizin ist in Deutschland zulassungsbeschränkt und kann nur in den Städten Hannover, Berlin, Gießen, Leipzig und München absolviert werden. Kaum hat man diese Hürde übersprungen, ist man schon mitten im Studium. Von der Phase des Vorphysikums rutscht man in das Physikum und findet sich im fünften Semester schon im Hauptstudium wieder. Während des Studiums zum Tierarzt wird nicht nur das theoretische Wissen an der Hochschule vermittelt. Der Student soll durch Pflichtpraktika seine Kenntnisse vertiefen und praktische Erfahrungen sammeln, um auf den Beruf Tierarzt optimal vorbereitet zu sein.

Untersuchung Hund Tierarzt

Beruf Tierarzt Untersuchung Hund (c) by Fæ | Lizenzhinweis

Hat der Absolvent das Studium erfolgreich beendet, seine Approbation erhalten und gar eine Dissertation angefertigt steht er an der Schwelle zum Berufseinstieg und durchforstet eifrig die Stellenangebote. Hier erfahren Sie alles über die Möglichkeiten der ersten Schritte im Tierarzt-Beruf. Es werden bestimmte Fragen aufgeworfen, die jeder Absolvent für sich beantworten sollte: Selbständig oder angestellt? Welches Tätigkeitsfeld? Tierklinik, Veterinärwesen oder gar Forschung?
Hier spielt dann auch die Frage des Gehaltes eine nicht unbedeutende Rolle. Oft macht sich hier schon eine gewisse Ernüchterung breit, denn die Unterscheide in der finanziellen Entlohnung sind mitunter erheblich. Hier erfahren Sie mehr über die Gründe und die Zusammenhänge dieser Situation.
Tierarzt werden ist in Deutschland nicht nur über das Abitur möglich. Auch über eine Berufsausbildung ist dieser Weg erschließbar. Wer sich als Tierarzthelfer/in bzw. tiermedizinische(r) Fachassistent/in ausbilden lässt und einige Jahre Berufserfahrung sammelt, kann ein fachgebundenes Studium aufnehmen. Der oder die Tierarzthelfer/in haben in der Ausbildung ein recht breit gefächertes Aufgabengebiet, das von der Assistenz des Tierarztes bis hin zur Büroorganisation reicht. Zur Bewältigung dieser Aufgaben sind auch gewisse charakterliche Fähigkeiten durchaus förderlich.

Spritze Hund Tierarzt

Beruf Tierarzt Spritze Hund (c) by Naval Surface Warriors | Lizenzhinweis

Praktika sind immer eine Chance praktisches Wissen zu erlernen. Will man Tierarzt werden, sind sie im Studium verpflichtend. Dabei muss der Student jedoch gewisse Vorgaben beachten. Die Studienpraktika sollen ein möglichst breites Spektrum des Tierarzt-Berufs abdecken. Daher muss der angehende Tierarzt diese Praktika auch in möglich institutionell unterschiedlichen Einrichtungen absolvieren. Auch als Schüler sind Praktika eine tolle Wahl. Sie vermitteln ein realistisches Bild des Arbeitsalltags und sind ein wunderbares Instrument für die angehenden Auszubildenden als Tierarzthelfer/innen, um eine endgültige Entscheidung zu treffen.