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Tierarzt Praktikum

Wer Tiermedizin studiert, muss schon während des Studiums Praktika absolvieren. Damit wird sichergestellt, dass der Anwärter nicht nur die notwendigen theoretischen Kenntnisse zur Ausübung des Berufs erlangt, sondern auch durch das Tierarzt-Praktikum Einblicke in den Arbeitsalltag erhält und bereits hier schon erste praktische Erfahrungen sammeln kann.
Dabei soll ein möglichst breites Gebiet an Tätigkeitsfeldern abgedeckt werden. Die Tierarzt-Praktika dürfen nicht nur in einer Tierarztpraxis oder Tierklinik absolviert werden. Vielmehr werden dem zukünftigen Tierarztes die Einsatzgebiete in der Praktikumszeit vorgeschrieben und decken beinahe alle potentiellen Arbeitsmöglichkeiten im späteren Beruf ab. Die Palette reicht dabei von der klassischen Tierarztpraxis bis hin zu Behördenarbeit bspw. in Veterinärämtern.

Praktikum Tierarzt Tierklinik

Tierarzt-Praktikum in der Tierklinik (c) by Hans Kadereit | Lizenzhinweis

Diese Art der Ausbildung ermöglichst es dem Studenten die Zusammenhänge im gesamten Veterinärbereich besser zu verstehen und auch praktisch zu erfahren. Das Tierarzt-Praktikum ist somit ein unerlässlicher Ausbildungsabschnitt, um perfekt auf das spätere Berufsleben vorbereitet zu sein.
In der Hauptphase des Studiums, also zwischen dem 5. und 11. Semester sind umfangreiches Pflichtpraktika vorgeschrieben, deren Nachweis zwingende Voraussetzung ist, um später Tierarzt werden zu können.

Dazu zählen:

  • ein vierwöchiges Praktikum in einer kurativen Praxis
  • ein dreiwöchiges Praktikum im Schlachthof
  • eine zweiwöchige Ausbildung im Bereich der Hygienekontrolle und der Lebensmittelüberwachung in einer entsprechenden Behörde
  • ein Praktikum mit der Dauer von zwei Wochen im öffentlichen Veterinärwesen
  • ein Praktikum nach Wahl (16 Wochen).

Diese Praktika sind an den fünf deutschen Hochschulen, an denen der Studiengang Veterinärmedizin angeboten wird, auch in der Anzahl der zu absolvierenden Stunden identisch.

ausstecher-hund

Ausstechform Hund (c) Birkmann / Meincupcake.de | Lizenzhinweis

Von besonderem Interesse ist ein Praktikum selbstverständlich auch für Schulabgänger oder oder für Schüler im letzten Jahr der Sekundarstufe. Denn wenn das Ende der Schulzeit in Sicht ist, stellt sich unmittelbar die Frage der Berufswahl. Viele Schüler und Schülerinnen hegen den Wunsch nach einer Ausbildung zum / zur tiermedizinischen Fachangestellten, im allgemeinen Sprachgebrauch als Tierarzthelfer/in bezeichnet. Deshalb bietet ein Praktikum als Tierarzthelfer/in die ideale Basis, um schon vor der Ausbildung festzustellen, in wie weit man für diesen Beruf geeignet ist. Auf diesem Wege kann der Praktikant dann schon einen Umgang mit hilfsbedürftigen Kleintieren, wie Hunde, Katzen und Co. üben.

Praktikum Tierarzt Katze

Tierarzt-Praktikum mit Katze (c) by Commander, U.S. 7th Fleet | Lizenzhinweis

Natürlich werden Schüler oder Schulabgänger hier nicht mit verantwortlichen Aufgaben betraut. Der Praktikant darf hin und wieder assistieren und hilft bei der Bewältigung immer wiederkehrender Aufgaben. Dazu zählen auch der Empfang von Patienten oder Bürotätigkeiten. Aber der Praktikant bekommt auf dieses Weise ein realistisches Berufsbild vermittelt und erhält einen Einblick in die alltäglichen Abläufe. Ein Tierarzthelfer/in-Praktikum muss dabei nicht zwingend in einer Praxis absolviert werden. Auch in Tierparks oder Tierkliniken kommen Tiermediziner und Tierarzthelferin/innen zum Einsatz. Sollte das Praktikum als Tierarzthelfer/in den Berufswunsch gestärkt haben, steht der dreijährigen Ausbildung schließlich nichts mehr entgegen.